Seelenband
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2-Tages-Vergebungs-Seminar im Dezember 2016 von Sascha Ansahl

 

Zum Zweiten Mal durften Karl und ich ein Vergebungs-Intensiv-Seminar dieses Jahr bei Sascha machen (das erste Mal im April 2016).

 

Diesmal waren wir 18 Teilnehmer. Wirklich sehr nette Leute, wie es sich im Laufe des Seminars herausstellte, was ein gutes Zusammenarbeiten ermöglichte.

 

Sascha erzählte uns zu Anfang geschichtliches über Ho’oponopono/Vergebung und verband dies mit Beispielen aus seinem Leben.

 

Dann folgte schon die erste Übung. Wir Teilnehmer saßen uns einige Minuten gegenüber und blickten uns dauerhaft in die Augen, während Sascha Worte der Vergebung und Liebe sprach und ruhige Musik im Hintergrund spielte. Danach tauschte man sich kurz aus, was jeder wahrgenommen und gefühlt hatte und rutschte einen Sitz weiter nach rechts, so dass man wieder eine andere Person gegenüber hatte. Diese Übung war sehr meditativ und auf einer „höheren Ebene“ emotional wirkungsvoll (wir wiederholten innerlich Saschas Worte der Bitte um Vergebung für den anderen). Mir stiegen schon gleich zu Anfang die Tränen in die Augen, ohne zu wissen warum. Ich hatte so ein Gefühl von Verbundenheit mit meinem Gegenüber. Bei der nächsten Teilnehmerin fühlte es sich ganz anders an, keine Traurigkeit, eher Leichtigkeit. Aus Erfahrung weiß ich, dass das Resonanzprinzip bei diesen Übungen wirkt und man sich gegenseitig „Spiegel“ ist. Es gibt hier, obwohl man meint "zufällig" aufeinander zu treffen, keine Zufallsbegegnungen. Es verbinden einen dieselben Themen mit dem Gegenüber und man steht sich gegenseitig zur Erlösung seiner Themen und Heilung seiner Wunden zur Verfügung.

 

Mein nächstes Gegenüber war ein Mann und es meldete sich in mir ein sehr unnahbares und kühles Gefühl. Mein Herz wurde kalt und ich erkannte plötzlich, dass mein männliches Gegenüber für alle Verletzungen, welche ich durch Männer erlebte und ihnen zugefügte, hier Stellvertreter ist. Es meldeten sich meine Söhne, mein ExMann, mein Vater, mein Bruder, Karl mein Lebenspartner und männliche Freunde. Ich bat ständig um Vergebung während ich meinem Gegenüber in die Augen blickte und hörte im Hintergrund Saschas Vergebungsworte. Anschließend sagte mir mein Gegenüber, dass er zu Anfang eine eisige Kälte von mir ausgehend gespürt hatte und mit der Zeit wandelte sich seine Empfindung in Wärme und er sah dann ein Strahlen um mich herum, (dieser Teilnehmer konnte in diesem Seminar zum ersten Mal die Aura anderer Menschen sehen, das konnte er noch nie zuvor). Seine Gefühlsbeschreibung stimmte gut mit meinen Empfindungen überein. Während ich mit allen Männern, die sich mir zeigten Vergebungsarbeit machte, wurde es in meiner Herzregion immer wärmer, es kullerten mir Tränen runter und dann wurde es in mir leichter.

 

Der ganze Tag war gefüllt mit Saschas Erkenntnissen, Lehren, Praxisbeispielen, Meditationen mit leiser und lauter Musik und mit gemeinsamen Vergebungs-Übungen, wobei Sascha immer wieder zu den einzelnen Teilnehmern ging und seine Hände auflegte. Man spürte hier, dass die geistige Welt durch Sascha wirkt. Einige Teilnehmer nahmen verschiedene Gerüche wahr, andere spürten Winde, obwohl kein Fenster auf war und sich niemand bewegte. Die Verbindung mit Gott lebt Sascha mit ganzem Herzen und gibt sein inneres Wissen an die Menschen weiter. Wir Teilnehmer lernten uns durch die intensive Arbeit miteinander sehr schnell und ohne viele Worte auf einer tieferen Ebene kennen und innerlich erfühlen.

 

Mittag hatten wir dann über eine Stunde freie Zeit. Karl und ich nutzten die Zeit, um im angrenzenden Westpark spazieren zu gehen und die herrliche Dezember-Sonne, welche an dem Tag schien, zu genießen.

 

Der Tag verging so schnell, die Erlebnisse waren tiefgreifend und schön aber am Abend, als ich zu Hause war ging es mir auf einmal so richtig schlecht. Karl war fröhlich und ich hatte ein so schlechtes Gefühl in mir und konnte überhaupt nicht wahrnehmen, was das für ein negatives Gefühl war und warum ich es hatte. Ich war gereizt und genervt aber warum? Nachts lag ich dann ab 3 Uhr wach und konnte nicht mehr einschlafen. Ich hatte starke Schmerzen zwischen den Schulterblättern und ständig schlechte Gedanken über das Seminar und über Sascha und es festigte sich immer mehr der Gedanke am heutigen Tage nicht mehr zu dem Seminar hinzugehen. Ich stellte alles in Frage, was Sascha machte, obwohl ich bisher mit Sascha nur gute Erfahrungen machte. Morgens sagte ich dann Karl, dass ich nicht mehr mitkomme. Karl meinte nur, wenn es mir nicht gut tut, dann soll ich das so machen. Es kamen schlechte Worte über meine Lippen, wie übel mir das ganze Seminar tut und dass ich so viel Negatives noch nie nach einem Seminar empfunden hätte. Ich wurde innerlich mit unzähligen schlechten Gedanken bombardiert. Dann hab ich gebetet und während des Betens, kam plötzlich ein fester Gedanke, ich gehe heute wieder zu dem Seminar. Das tat ich dann auch. Karl sagte, ich solle mit Sascha über meinen Zustand reden, das wollte ich aber nicht.

 

Sascha nahm aber die jeweiligen Befindlichkeiten der Teilnehmer wahr. Seine Medialität wird immer besser und er erkannte auch teilweise die Vergebungsthemen der Teilnehmer, ohne dass diese davon erzählten bzw. nahm wahr, wenn Verwandte der Teilnehmer geistig da waren. So zeigte sich bei Karl z.B. sein Vater. Hier war bei Karl und seinem Vater noch ein Vergebungsthema offen, das er in diesem Seminar erlösen durfte.

 

Es ging mehreren Teilnehmern so schlecht wie mir und Sascha sagte hierzu: „gut! Dann habe ich meine Arbeit richtig gemacht!“. So fragte er dann in der Morgenkreis-Runde jeden Teilnehmer, wie er geschlafen hatte und wie er sich fühlte. Auch mich. Ich sagte, dass ich sehr schlecht geschlafen hatte und dass ich das Gefühl von einem Schwert im Rücken hätte und dann sagte ich plötzlich, dass ich auch so ein unsagbar großes Traurigkeitsgefühl in mir habe. Bis dahin konnte ich das negative Gefühl in mir gar nicht benennen. Ich konnte einfach nicht feststellen, ob ich einfach nur „grantig“ oder mies gelaunt war und wusste nicht, was der Grund dafür sein sollte. Plötzlich nahm ich es wahr: " eine tiefe Traurigkeit".

Sascha sagte: gut! jetzt bist endlich mal ehrlich“. Damit konnte ich nicht viel anfangen. Es war ja nicht so, dass ich meine Traurigkeit absichtlich versteckt hatte. Ich hatte die Traurigkeit seit meiner Jugendzeit in so einer Form einfach gar nicht mehr gefühlt und habe mir eine strenge und starke Persönlichkeit zugelegt, um meine Vollzeittätigkeit mit der Alleinerziehung meiner beiden Söhne zu bewältigen. Klar war ich oft wütend, depressiv, völlig gestresst und extrem oft krank oder versteckte mich hinter Zigarettensucht - alles unbewusst. Aber so ein trauriges und herzzerreißendes Gefühl hatte ich nicht gefühlt.

 

Ich wurde von meiner Mutter während meiner Kindheit sehr oft verprügelt, wann immer sie Lust dazu verspürte und wir alleine waren. Sie passte da gut auf, dass niemand aus unserer Familie von ihren Misshandlungen mir gegenüber etwas mitbekam. Sie hasste mich, war neidisch auf mich, dass mein Vater mich mochte und sagte mir das auch oft. Teilweise ging sie aus dem Hinterhalt auf mich los, lockte mich unter einem Vorwand in ein leeres Zimmer, in einem Stockwerk, wo niemand war, mit ganz normaler Stimme, so dass ich momentan  auch nichts Schlimmes erwartete. Dreschte dann plötzlich mit voller Wucht auf mich ein und beschimpfte mich als „Saumensch/Drecksmensch“ und andere unschöne Namen. Ich wusste in so einem Fall nicht mal den Grund und fragte mich, was hab ich getan? Bei jeder Gelegenheit hatte sie mich nieder gemacht, beleidigte und gedemütigte oder stellte mich später vor Mitschülerinnen bloß. Immer wieder und wieder versuchte ich, alles richtig zu machen, damit ich sie zufrieden stellte und um den Prügeln und Beschimpfungen zu entkommen. Aber es half nichts, so sehr ich mich auch anstrengte. Es waren immer neue Verfehlungen meinerseits, die sie fand. Sie erteilte mir jeden Tag neue Aufgaben. Ab dem 6. Lebensjahr musste ich von morgens bis abends im Haus arbeiten, später nach der Schule. Oft bekam ich schon vor der Schule Prügel, wenn die „Luft dafür rein war“  – erst als mein Vater nach Hause kam, spielte sie die liebe Mutter. Jeden Tag machte ich Fehler, welche bei ihr rasende Wut erzeugten, oft war mein Fehler einfach, dass ich auf der Welt war und es setze Prügel mit dem Teppichklopfer gezielt auf den nackten Hintern. Da sah man meine Verletzungen nicht. Es passierte jedoch auch, dass sie ihre Wut nicht mehr kontrollieren konnte, schnappte sich den Kochlöffel und drosch einfach auf mich los, wo sie mich erwischte. So hatte ich manchmal auch schwere Verletzungen und musste beim Arzt lügen. Als ich größer und älter wurde und sie mit dem Teppichklopfer nichts mehr ausrichten konnte, passte sie mich öfters ab und krallte sich mit ihren beiden Händen in meine Haare, riss mich zu Boden und zerrte mit ihrer wütenden Kraft an meinen Haaren. Das ging so lange, bis ich meinen ersten Mann kennenlernte und auszog.

Ich hatte schon mit ca. 11 Jahren gelernt meine Psyche (ich weiß nicht, wie ich es sonst bezeichnen könnte) oder besser meine Traurigkeit auszulagern, von mir abzuspalten. Ich hätte sonst nicht überleben können.

 

Nun zurück zum Seminar:

Sascha erzählte dann eine ähnliche Geschichte, wie ich sie mit meiner Mutter erlebte – ich merkte, dass er mein Thema medial wahrnahm – und machte nun mit den Teilnehmern ein klassisches Ho’oponopono. „Wie fühlt sich so jemand, der einen anderen Menschen peinigt und das oft auch gerne tut“? Solche und ähnliche Fragen stellte er immer wieder an die Gruppe aber nicht an mich. Es tat so gut, jede einzelne Erkenntnis der Teilnehmer nachzuspüren, (z.B. so ein Mensch muss sich über andere erheben und seine Macht demonstrieren, es bereitet ihm Genugtuung, er spürt dadurch seine eigenen Verletzungen nicht, er ist völlig ohne Liebe usw.). Ich konnte dadurch fühlen, wie sich meine Mutter in ihrem ganzen Leben gefühlt haben muss. Elend und alles andere als glücklich. Im Gegenteil, ihr Leben war ohne jede Liebe. Was für eine Leere, drum brauchte sie auch so viele Besitztümer, wie Pelze, Gold und Silber etc. Dann der ganze Hass und Neid/Narzissmus in ihr. Das ist doch ein unsagbar schreckliches Leben, wenn meines durch sie auch sehr schlimm war, so konnte ich jedoch in diesem Moment die ganze Pein meiner Mutter ebenso fühlen.

 

Sascha stellte nun einen Strauß rosa-weißer Rosen in die Mitte und wir saßen alle mit unseren Stühlen im Kreis darum herum. Wir sollten in voller Konzentration auf die herrlichen Rosen blicken und er sprach meditative Vergebungsworte und Vergebungsbitten zu zärtlicher Musik. Irgendwann sollten wir die Augen schließen, die Musik wechselte ständig und wurde auch mal richtig laut. Sascha sprach durchgehend Worte der Vergebung und Liebe. Bei mir lösten sich Tränenströme und ich wurde innerlich richtig durchgeschüttelt. Ich konnte meiner Mutter vollständig vergeben und bat Gott inständig um Verzeihung für sie. Ich spürte schon innere Erlösung.

 

Danach war zum Glück Mittagszeit. Wir gingen essen zum Inder nebenan, unterhielten uns mit anderen Seminarteilnehmern und nach dem Essen ging es mir emotional richtig gut. Die Traurigkeit war nicht mehr zu fühlen. Was ich noch spürte waren die körperlichen Begleiterscheinungen (mein Unterleib meldete sich, die Herzregion hinten schmerzte sehr) aber innerlich fühlte ich mich sehr gut. Ich dankte Sascha mit einer Umarmung.

 

Ich war sehr froh nicht auf die „falschen Stimmen“ am Morgen gehört zu haben und auch am zweiten Tag das Seminar besucht zu haben. Ich merkte im Nachhinein, dass mich unbedingt eine negative Kraft vom Seminar abhalten wollte, denn da erfuhr ich die Erlösung.

 

Der Nachmittag war noch sehr kraftvoll und jeder Teilnehmer konnte für sich wertvolles, teilweise Heilung, in jedem Fall tiefe Erkenntnisse mitnehmen.

 

Einer von Saschas vielen Tipps:

„wenn Du einmal schlecht über einen Menschen denkst, dann sprich anschließend fünf Minuten laut über deine eigenen Fehler".

 

Das finde ich sehr gut! Es erfordert solchen Mut, so etwas zu tun. Wenn man dies einmal in der Praxis getan hat, geht es sicher schneller mit dem Abgewöhnen, schlecht über andere zu denken. Schon alleine, weil man vermeiden möchte, noch einmal laut von seinen Fehlern zu berichten.

 

Sascha gibt in seine Arbeit all seine Herzensliebe und diese ist groß.

So empfand ich es.

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