Seelenband
Seelenband

Die für mich beste Erklärung der 10 Gebote habe ich bei ABD-RU-SHIN gefunden.

Das Buch heißt: "Die 10 Gebote - Das Vater unser", ISBN 978-3-87860-063-3

Das Buch kostet derzeit 9 Euro (Febr.2017).

1. Gebot - Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben

So sagt Abd-ru-shin zum ersten Gebot, dass der Mensch sich hierunter viel zu wenig vorstellt. Zu der Anbetung der "falschen Götter" zählen nicht nur die, die eine Reihe von Holzfiguren anbeten oder die Teufelsanbeter. Der Mensch soll sich beim einhalten dieses Gebotes selbst gut prüfen, ob er nicht z. B sein Kind oder seine Frau über alles liebt und für sie jedes Opfer bringt. Oder den irdischen Genuss über alles stellt und dadurch gar nicht fähig ist, diesen zu unterlassen, wenn er es müsste. Der Mensch neigt dazu irgendeinem Hang zu verfallen, der ihn dann letztendlich versklavt.

Die Einhaltung des ersten Gebotes bewahrt uns vor Erdgebundenheit nach dem Tode.

 

2. Gebot - Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes nicht missbrauchen

Zum zweiten Gebot sagt Abd-ru-shin, dass es tausendfach von den Menschen unbewusst übertreten wird. Vermeintlich harmlose Redensarten, wie z. B. im Schrecken "oh mein Gott" oder "lieber Gott, was für ein Übel" oder "ja - pfiati Gott" oder fluchend "Herr Gott nochmal" und "kruzifix" ausgesprochen, führen zur Übertretung dieses Gebotes. Gottherabzerrungen sind oftmals das erste, was die Jugend lernt. Wo bleibt die Überlegung, die kleinste Regung der Empfindung? so die Frage Abd-ru-shins. So sind wir angehalten die schadenbringende Gewohnheit zu verändern. Jeder zuerst bei sich selbst. Achtsam auf seine eigenen Redensgewohnheiten hören und diese Stück für Stück in "gutes Sprechen"  verändern. Auch fallen Eide und Schwüre unter dieses Gebot. Wie schnell sagt man in einer Unterhaltung "ich schwör" oder verlangt von dem anderen "schwörst Du es mir?" Diese Redensarten kommen nicht von der guten Seite und wir sollten nachdenken, an welche Kraft wir uns durch unser Reden binden. Die Gute oder Schlechte? Dies sagt uns das zweite Gebot.

 

3. Gebot - Du sollst den Feiertag heiligen

Das dritte Gebot sagt uns nicht nur, dass wir am Feiertag und Sonntag von der Arbeit ruhen sollen. Wir sollen auch Einkehr über unser Denken und Handeln halten und so zum Sucher nach der Wahrheit werden. Mit Kirchen gehen alleine ist es nicht getan, wenn man sich dann nicht die Ruhezeit gibt, über das Gehörte nachzudenken. Der Feiertag wird von uns selbst geheiligt, wenn wir ruhevoll Einkehr halten und nicht nur die Zerstreuung in unserer freien Zeit suchen, durch beispielsweise fernsehen, Spiel, Trunk und Tanz. Heiligen, so sagt Abd-ru-shin, heißt nicht vergeuden. So sollen wir die Zeit sinnvoll zum Reifen für unsere Seele nützen, ob zu Hause oder in der Natur.

 

4. Gebot - Du sollst Vater und Mutter ehren

Beim vierten Gebot spricht mir Abd-ru-shin aus der Seele, wenn er sagt, das ein Kind seinen Vater oder seine Mutter zwangsläufig nicht ehren kann, die ihr Leben dem Unguten gewidmet haben.

Das Gebot ist jedoch nicht so begrenzt oder persönlich anzuwenden (Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren ist eine falsche Abwandlung). Es sind nicht einzelne, bestimmte Personen zu ehren, so etwas kommt in göttlichen Gesetzen nicht vor. Das Gesetz umfaßt den Begriff der Vaterschaft und der Mutterschaft und tritt als erstes an die Eltern heran. Diese müssen sich der großen Verantwortung ihrer Aufgabe zur Kindererziehung bewusst sein. Bei richtiger Anwendung des Gebotes der Eltern ist es wird auch für die Kinder dieses Gebot lebendig und heilig und sie können dann gar nicht anders, als den Vater und die Mutter von der Seele aus zu ehren.

 

5. Gebot - Du sollst nicht töten

Dieses Gebot ist nicht allein so zu deuten, kein grobstoffliches Erdenleben zu töten. Es ist viel weitreichender auszulegen. Abd-ru-shin bringt ein Beispiel, dass ein Vater unbedingt möchte, dass sein Sohn (wie er selbst) den Arztberuf erlernt und studiert. Dem Sohn ist diese Gabe aber nicht von Gott gegeben. Er wäre ein guter Handwerker. Trotzdem, dass bei dem Sohn Geistverwandheit mit dem Vater und der Mutter vorliegen kann, ist ihm vom Schöpfer eine eigene Persönlichkeit geben und er ist verpflichtet seine, von Gott gegebenen Talente zu entwickeln und zu leben. So bricht der Vater nun dieses Gebot, wenn er vom Sohn etwas anderes verlangt. Die Folgen könnten sein, dass der Sohn das Studium abbrechen muss oder  keine Arztstelle finden kann, da die Noten zu schlecht sind. Er könnte unglücklich und krank werden und ein Zurückfinden in seine natürlich gegebenen Talente ist später nicht mehr möglich, weil die gesunde Hauptkraft dafür in der besten Zeit gebrochen wurde.

Ein anderes Beispiel führt Abd-ru-shin für das Nichtbefolgen dieses Gebotes an, wenn Eltern sich in die Wahl des Bräutigams oder der Braut ihrer Kinder einmischen und sie eine Seelenverbindung verhindern und so dem Kind die Erdsorglosigkeit nehmen und das Seelenunglück mitgeben.

Aber auch das Kind kann gegen dieses Gebot verstoßen, wenn es die gottgegebenen Gaben, trotz Förderung der Eltern, nicht entwickelt und lebt. Ein weiterer Verstoß gegen dieses Gebot ist auch, wenn der Mensch wahrer Freundschaft täuscht und das ihm geschenkte Vertrauen tötet.

6. Gebot - Du sollst nicht Ehebrechen

Hier ist gemeint, dass der Frieden einer Ehe nicht gebrochen werden darf, die Harmonie der Ehe nicht gestört werden darf. Hier ist eine wirkliche Ehe im göttlichen Sinn gemeint, eine Ehe welche aus Harmonie und Seelenliebe besteht. Eine Zweckgemeinschaft in Unfrieden ist nicht mit göttlicher Ehe zu verwechseln. Wenn nun jedoch eine Seelenliebe und damit nach göttlichem Willen verbundene Ehe gestört wird, wie es auch Eltern gerne tun, so liegt hier ein Nichteinhalt dieses Gebotes vor. Auch das Begehren eines in göttlicher Ehe verbundenen Menschen, bricht dieses Gebot. Auch Kinder, die den Frieden der Eltern stören, handeln diesem Gebot zuwider.

7. Gebot - Du sollst nicht stehlen

Dieb ist ein jeder, der dem anderen etwas, ohne dessen Willen, von seinem Eigentum wegnimmt. Hier sind nicht nur materielle Dinge, wie Schmuck, Geld etc. gemeint. Eigentum des anderen sind auch sein Ruf, das öffentliche Ansehen, seine Gedanken, seine Eigenart, auch das Vertrauen, welches er von anderen genießt. So muss man sich z. B. die Frage stellen, sagt Abd-ru-shin: "hast Du noch nie einmal versucht, vielleicht in gutem Glauben, das Vertrauen, das ein Mensch genießt, bei einem anderen durch Vorsichtsmaßnahmen zu erschüttern oder ganz zu untergraben?" Damit hast Du den, dem dieses Vertrauen galt, bestohlen. Bestohlen hast Du Deinen Nächsten auch, wenn Du von seinen Verhältnissen etwas weißt und gibst dieses Wissen, ohne Einwilligung des Betreffenden weiter. Abd-ru-shin rät den Menschen sich Zeit zu nehmen über dieses Gebot nachzudenken und deren Einhaltung zu leben. Der Lohn daraus ist eine gute Menschenkenntnis, die der Mensch aus Bequemlichkeit verlor.

8. Gebot - Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten

Hier ist die Untergrabung des guten Rufes eines Menschen gemeint. Das schlechte Reden und lästern über Andere oder auch das Mitanhören von schlechten Reden über einen Menschen, der nicht anwesend ist. Diese Menschen soll man meiden, sonst läuft man Gefahr etwas von ihrem Gift, welches sie versprühen, aufzunehmen.

9. Gebot - Lass Dich nicht gelüsten deines nächsten Weibes

Dieses Gebot ist direkt gegen die körperlichen Triebe des Menschen gerichtet, die der Mensch aufkommen lässt, sobald er die Gelegenheit dazu hat. Der Trieb wird lediglich durch die Gedanken geweckt, sagt Abd-ru-shin. Der Tastsinn erweckt den Gedanken, der wiederum den Trieb im Menschen weckt. Der beste Schutz des Menschen ist, wenn er die Gelegenheit zur Triebhaftigkeit vermeidet. Ein weiterer Schutz ist es den "Herd seiner Gedanken rein zu halten".

Auch ist mit diesem Gebot nicht nur die Ehefrau gemeint, sondern das weibliche Geschlecht im Allgemeinen. Und hier ist lediglich der körperliche Trieb gemeint, nicht ein ehrliches Werben. Hier handelt es sich um ein strenges Gottgesetzt gegen Verführung oder Vergewaltigung, sowie um die Besudelung durch die Gedanken eines heimlichen Begehrens. Seelenliebe bleibt der beste Schutz gegen die Übertretung dieses Gebotes, schreibt Abd-ru-shin in seinem Buch.

10. Gebot - Du sollst nicht begehren deines nächsten Haus, Hof, Vieh...

Neid ist die treibende Kraf zur Gebotsübertretung dieses Gebotes. Der Durchschnittsmensch schätzt selten das, was ihm gehört, sondern immer nur das, was ihm noch nicht gehört. Hier sind materielle Dinge genauso wie Intelligenz oder Talente anderer gemeint. Neid erzeugt stets Unzufriedenheit und Begehren, woraus Hass entstehen kann. Wer in ehrlicher Arbeit den Gewinn zu holen sucht, der kann dieses Gebot erfüllen. Auch hier gilt wieder Achtsamkeit gegenüber sich seinem eigenen Reden, Denken und Tun.