Seelenband
Seelenband

Ein halbes Jahr nach meinem Austritt beim Freundeskreis:

Mein Gesundheitszustand wird besser. Ich habe nicht mehr die üblichen Regelungen, also verschiedene Krankheiten, wie Grippe, Magen-/Darmprobleme, Entzündungen, Nasenbluten, Kopfschmerzen, Tinitus. Vor irgendwelchen Tagungen und während dessen hatte ich oft besonders starke Regelungen. Heute frag ich mich, was ich da falsch gemacht hatte, dass mir die Energie so abgezogen wurde. Wo doch das Gegenteil hätte der Fall sein sollen.

Das Rheuma ist fast weg und meine allgemeine Erschöpfung ist etwas besser geworden. Die Durchblutungsstörungen (welche ich schon lange in meinem Leben habe) und der Tinitus sind noch da. 

Das schönste jedoch ist: meine innere Verbindung, meine Liebe zu Gott ist entstanden und wächst weiter. Ich habe oft (trotz aller Sorgen, Probleme und Ängste, die ich auch heute noch durchleben und meistern muss) ein Glücksgefühl in mir. Gottes Beistand, bei vielem, meinem Tun kann ich heute erleben.

Mein Umweg zu Gott über Bruno Gröning

Nun war ich drei Jahre Mitglied im Bruno Gröning Freundeskreis von Grete Häusler. Zwei Jahre hatte ich eine ehrenamtliche Aufgabe (Bücherwart) übernommen. Ich habe verschiedene Gemeinschaftsstunden immer wieder besucht und mich auch privat intensiv mit der Lehre Bruno Grönings befasst.

Ich habe auch Thomas Busse kennengelernt und seine Info-Veranstaltung zweimal besucht.

Die Bücher von Alfred Hosp habe ich gelesen, der die Lehre von Bruno Gröning selbst unterrichtet bekam und später ein wichtiger Zeitzeuge war und selber Informationsstunden gab.

 

Durch Bruno Gröning fand ich die Verbindung zu Gott wieder und durch seine Lehre lernte ich meine Gedanken zum Guten auszurichten und dies zu praktizieren.

 

Durch den Dokumentarfilm von Thomas Busse, der damals im Kino Maxim in München gezeigt wurde, kam ich zum Bruno Gröning Freundeskreis. Nach dem Kino hatten wir eine Einladung für eine Infoveranstaltung in einem Münchner Hotel erhalten und dann ließen wir (meine Freundin und ich) uns beim Freundeskreis „einführen“. Die Einführung ist ein Infogespräch mit einem Gemeinschaftsleiter, der deutschlandweit und weltweit vielen Gemeinschaften des Freundeskreises Grete Häusler. Danach hat man erst die Berechtigung die Gemeinschaftstunden zu besuchen.

 

Bei den Gemeinschaftstunden spürte ich beim „Einstellen“ immer wieder eine positive Energie an Händen und Kopf, die sich so gut und warm anfühlte. Dies veranlasste mich immer wieder die Gemeinschaftsstunden zu besuchen. Mit der Zeit lernte ich meinen Körper besser zu beobachten und stellte immer mehr den Bezug meiner Denkweisen und Handlungen zu meinem Unwohlsein oder Wohlsein fest und konnte ein Bewusstsein dafür entwickeln, welche Kraft meine Gedanken und Handlungen auf mich selbst und andere hatten. Durch das „Einstellen und Bitten“ erlebte ich, wie Geschehnisse positiv beeinflusst wurden und dies hilfreich für mein Leben war.

 

Dann übernahm ich die Aufgabe des Bücherwarts für eine Gemeinde („Freunde“ erzählten mit Übernahme einer Aufgabe bekommt man noch mehr Hilfen und Heilung) und kam dadurch intensiver in Berührung mit dem Freundeskreis. Ich wurde angehalten nur noch die Musik und Bücher des Freundeskreises zu konsumieren und mich ausschließlich auf die Freunde von Freundeskreis zu konzentrieren. Ich würde keine anderen Freunde mehr brauchen, sagte man mir. Auch, dass andere Musik nicht gut wäre und vom Bösen komme. Da haderte ich das erste Mal mit mir (das ist Sektendenken) und zweifelte daran, dass ich hier bei etwas Guten gelandet bin. Dennoch hörte ich immer wieder die Parolen der Gemeinschaftsleiter in mir „das Böse will dich hier vom guten Weg abbringen, indem es Dir schlechte Gedanken schickt, die du ignorieren musst“. So erwachte mein Kampfgeist und ich wollte es wissen. Ich übernahm dieses Amt und hatte so einige Kämpfe mit anderen Helfer-Mitgliedern zu bestehen. Ich wurde ständig gedrängt Tagungen zu besuchen. Einmal sagte man mir: „wollen sie jetzt die Heilung?, dann fahren sie auf die Büchertagung“. Das schockte mich wieder und trotzdem machte ich weiter, weil ich von anderen immer wieder hörte, dass eine böse Kraft mich abbringen will und der Freundeskreis nur Gutes will.

 

Auch sollte ich plötzlich mit Übernahme der Aufgabe Bücherwart alle drei Wochen zusätzlich Enge-Kreis-Helfer-Treffen besuchen, was mir erst nach Übernahme des Amtes mitgeteilt wurde. Das konnte ich jedoch mit meinem Berufsleben nicht vereinbaren. Sowieso besuchte ich pflichtbewusst alle drei Wochen die Gemeinschaftsstunden, wo ich die Bücher hinbrachte, auslegte, die Spenden einsammelte, die Bücher wieder mitnahm und zu Hause aufbewahrte, bis zur nächsten Gemeinschaftstunde. Es waren zwei große Kisten Bücher. Man sagte mir, ich darf keinen Rolli-Koffer haben, da die Bücher geknickt werden könnten. Ich besorgte mir also zwei Plastikkisten und schleppte mich damit ab, später half mit Karl dabei. Bei anderen Gemeinschaften bemerkte ich dann, dass Bücherwarte doch Rollis hatten.

Nach einiger Zeit machte man mich streng darauf aufmerksam, dass ich viel zu wenig Spenden einnahm und leitete mich an, wie ich mich vor die Gemeinschaft vorne hinstellen sollte, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, was so ein Buch oder eine CD/DVD, Kalender etc. wert sei. Ich war schon fast soweit und wollte dies tun. Zum Glück hatte ich durch ein Gespräch mit einer Freundin, die noch nicht so lange beim Freundeskreis war, die richtige Einsicht, dass es sich um Spenden handelt und diese auch noch freiwillig zu geben sind, so ein Leitsatz des BG-Freundeskreises und die Menschen, die weniger geben, auch nicht mehr haben und nicht aus Geiz handeln.

 

Ich bin ganztags berufstätig und habe Familie, wo ich auch gebraucht werde. Alle Ämter sind ehrenamtlich und dafür gibt es kein Geld vom Freundeskreis, keinen materiellen Ausgleich (außer man hilft im Ausland Gemeinschaften aufbauen und man hat sich einen Namen im Freundeskreis gemacht, dann werden einem die Flüge bezahlt).

Der Lohn ist die Gnade Gottes dabei sein zu dürfen.

 

Viele „Freunde“ sind Rentner oder nicht berufstätig, weil sie psychisch oder körperlich krank sind. Von denen haben die wenigsten eine ehrenamtliche Aufgabe übernommen. Manche "Freunde" erweitern auch ihre Denkweise zum Guten. Andere nicht. Ich habe erlebt, wie sich Mitglieder überhaupt nicht verzeihen können und gegenseitig böse aufeinander sind. 

 

Wenn man einmal Helfer ist, wird man genötigt, mehr zu machen und so haben manche zwei oder drei Jobs im Freundeskreis und die Masse macht nichts, außer die Gemeinschaften besuchen und dafür zu spenden.

 

Die Bücher wurden gegen Spenden abgegeben und dann, sagte man mir nach einer vierteljährlichen Quartalsabrechnungen (die ich zu machen hatte) wieder, dass ich zu wenig „Spenden einnehme“. Ich hatte wieder innere Kämpfe, sprach mit verschiedenen Freundeskreismitgliedern und kam irgendwann zu dem Schluss diese Aufforderung des Geldeintreibens einfach zu ignorieren. Ich befolgte auch den dringenden Rat nicht, die Leute zu mehr Spenden anzuhalten und ihnen den „tatsächlichen Wert“ der Bücher klar zu machen. So mancher hatte wohl durch lesen eines Buches (welche ausschließlich vom Freundeskreis im eigenen Verlag aufgelegt werden) schon eine Heilung erhalten oder durch das Hören einer CD oder das Sehen eines Filmes. Und das kann man mit Geld sowieso nicht bezahlen, so immer wieder die Erzählungen der Gemeinschaftsleiter. 

 

Immer mehr merkte ich, dass der Freundeskreis ein großes und erfolgreiches Marketingunternehmen ist und der Drill mehr Mitglieder zu werben stärker war, als bei meinem Arbeitgeber (einer Bank) Kunden. Meine Enge-Kreis-Leiterin, war früher in einem großen Unternehmen angestellt und ihre Strenge und Dominanz stamme daher, so hat sie selbst erzählt (wohl auch ihr Vertriebsdenken, dachte ich bei mir).

 

Dies alles habe ich im Bruno-Gröning-Freundeskreis in München so erlebt. Mit der Zeit lernte ich auch Menschen vom Freundeskreis aus anderen Bundesländern kennen. Die berichteten mir ganz anderes. Nicht überall in Deutschland und in der Welt (der Freundeskreis Grete Häusler hat weltweit ca. 80.000 Mitglieder habe ich gehört) wird „die Lehre Bruno Grönings“ so ausgelegt und gelehrt wie in den Münchner Gemeinschaften und im Umland Münchens. Auch ist dies ein Bericht meines Erlebens beim Freundeskreis. Ich spreche nur für mich. Es ist ein Teil meiner Bewusstwerdung und deshalb berichte ich darüber. Mir ist klar, dass viele andere „Freunde“ so etwas nicht erlebt hatten und empört darüber sind. Ich habe es so erlebt und berichte die Wahrheit.

 

Trotz meiner Zweifel war ich damit beschäftigt zu erfahren, was ich aus all dem lernen kann und blieb weiter beim Freundeskreis. Ich erlebte auch nicht nur schlechtes. Ich konnte einige Hilfen, um die ich innerlich bat, erhalten und dadurch wurde ich bestärkt immer weiter zu machen und noch ehrgeiziger zu werden. Ich hatte damals gar keine Ahnung von meinem eigenen Willen und meiner Schöpferkraft und dachte, nur Bruno Gröning hat mir geholfen. Eines Tages erkrankte ich an Rheuma. Ich wunderte mich schon. Ich dachte, wenn ich auf dem richtigen Weg bin, müsste ich gesünder werden und nicht kränker. Ab da geriet ich jedoch in den Kreislauf des „Einstellens und Bittens an Bruno Gröning“. Es wird beim Freundeskreis morgen um 9 Uhr und abends um 9 Uhr gemeinsam (und doch jeder für sich an dem Ort, wo er sich befindet) eingestellt und für alles und jeden und die ganze Welt gebittet. Ich machte nur noch das und hatte Schmerzen und Schmerzen. Mein Band mit dem Freundeskreis wurde in der Zeit immer stärker, denn ich war überzeugt, dass nur Bruno Grönings Hilfe mich von meiner Qual befreien kann. Hatte ich ja schon viel Ungewöhnliches und Gutes erleben dürfen und hörte auch immer wieder die Hilfe- und Heilungsberichte der anderen.

 

Dann kam der Augenblick, wo der Gemeinschaftsleiter (aus der Gemeinschaft, in der ich Bücherwart war) in eine andere Stadt zog und sein Amt damit nieder legte. Er war lange beim Freundeskreis und Gemeinschaftsleiter von zwei Gemeinschaften gewesen. Er hatte finanzielle Engpässe und Probleme den Umzug zu bewältigen, weil er keine Leute sonst kannte, die ihm geholfen hätten. Er war „Freund beim Freundeskreis“. Ich nahm an, dass sich hier genügend Helfer für seinen Umzug finden würden und fragte bei der Enge-Kreis-Leiterin an, ob wir nicht ein paar freiwillige Helfer zusammen trommeln könnten, um ihn tatkräftig zu unterstützen und „sammeln“ damit ein Umzugs-LKW gemietet werden konnte. Da wurde ich völlig vor den Kopf gestoßen. Mir wurde streng und unmissverständlich erklärt, dass dies (mein Vorhaben und Denken) nicht der richtige Weg wäre. Jeder „Freund“ ist für sein Leben selbst verantwortlich und muss selber sehen, wie er zurechtkommt und sein Leben ordnen. Das erreicht er, wenn er sich oft „einstellt“ und richtig glaubt. Ich solle mich für ihn „einstellen“, das ist es was ich für ihn tun kann. Das war mir neu. Aus meinen Erfahrungen kannte ich, dass Freunde füreinander einstehen und sich gegenseitig helfen und das auch tun und nicht nur daran denken (also sich einstellen und Bruno Gröning bitten). Ich sprach dann noch mit ein paar „Freunden“. Bis auf eine „Freundin“ (die war auch noch nicht so lange dabei, wie ich selbst) war niemand groß erfreut über meine Anfrage. Ich ließ es gut sein. Schenkte dem Gemeinschaftsleiter 300,00 € für einen LKW und kümmerte mich dann um meinen Umzug, der zeitgleich anstand. So hatte ich erst einmal genug zu tun und auch mit meinem zu dem Zeitpunkt starken Rheuma zu kämpfen. Später erfuhr ich, dass die eine Freundin, die noch nicht so lange beim Freundeskreis war, in die andere Stadt gefahren war und dem ehemaligen Gemeinschaftsleiter einen Tag beim Einzug in die neue Wohnng half.

 

Nach dem Umzug fand ich in Germering eine neue Gemeinschaft, die mir auch besser gefiel und wo kein spürbarer Druck ausgeübt wurde. Natürlich wünschte man sich auch hier Helfer. Mit der Zeit gab ich die Aufgabe als Bücherwart in der anderen Gemeinschaft ab und es wurde ruhiger in mir und meine inneren Kämpfe und Zweifel gegenüber dem Freundeskreis hörten auf. Privat beschäftigte ich mich mit der Lehre Bruno Grönings und kaufte mir selber Originalvorträge und Bücher von Alfred Hosp, welche ich am Büchertisch im Freundeskreis nicht fand.

 

Ich erlebte immer wieder kleinere Hilfen durchs „Einstellen“, was mich bestärkte dabei zu bleiben und meine Hoffnung wurde immer größer vom Rheuma eines Tages durch eine Spontanheilung befreit zu werden. So ging ich buchstäblich dem ganzen „auf den Leim“. Ich hörte immer wieder, dass bei den Wanderwochen so viele Heilungen geschehen (der Freundekreis pilgert einmal im Jahr nach Filzmoos/Österreich – man kann dort eine Woche mitwandern – die Wanderwochen finden jedes Jahr sechs Wochen statt).

 

Ich hoffte frei von diesen schlimmen Rheuma-Schmerzen zu werden und Karl und ich meldeten uns eine Woche in Filzmoos an. Das war eine schlimme Woche. Ich hatte dort noch mehr Schmerzen, als jemals zuvor und danach. Karl hatte die ganze Woche eine Depression. Das Ergebnis nach meiner Rückkehr, welches ich mir selbst ausrechnete und auch von der Gemeinschaft bestätigt bekam: ich hatte nicht richtig geglaubt, gesund zu werden. Tsja, danach musste ich mich ersteinmal sammeln und konnte alles nicht mehr richtig einordnen. Ich war überzeugt, der Fehler lag bei mir und hatte wieder innere Kämpfe.

 

Die Geseke-Schulungswoche besuchte ich dreimal. Beim ersten Mal bekam ich eine Woche vorher eine unglaublich starke Grippe. Das sind Regelungen wurde mir gesagt. Das Böse will mich abhalten hinzufahren. Im Freundeskreis darf man das Wort Krankheit „nicht in den Mund nehmen, man spricht nur von Regelungen und erläutert diese keinesfalls.  

 

Mein Kampfgeist erwachte erneut und ich fuhr trotz „starker Regelungen“ hin, weil ich mich nicht so leicht kleinkriegen lasse, dachte ich. Trotz starker Grippe war ich auf der Hinfahrt nach Geseke vollkommen von dem starken Fliesschnupfen und den Gliederschmerzen befreit und konnte 5 Stunden durchfahren. Wie ging denn das, dachte ich? Da muss ja was dran sein, an den Erklärungen der „Freunde“. Es handelt sich bei der Schulungswoche um etwas ausgesprochen Gutes, hier passieren sehr viele Heilungen (wie die vielen Berichte der „Freunde“ beweisen) und das Böse schickt dir „Regelungen“ durch die du vom guten Vorhaben, die Schulungswoche zu besuchen, abgebracht werden sollst. In Geseke war ich während der ganzen Zeit (wir blieben immer nur 4 Tage, um Silvester mit unseren Familien zu feiern) halb im Grippe-Delirium und bekam von den tag- und abendfüllenden Vorträgen (wo man jeden Tag den ganzen Tag auf einem harten Stuhl sitzt – daran musste ich mich erst gewöhnen) kaum was mit.

 

Das Jahr drauf erlebte ich dann wieder Übles bei der Schulungswoche. Ich hatte jeden Tag extrem starkes Nasenbluten und wurde wieder beruhigt und beglückwünscht, dass es gute Regelungen sind. Das mysteriöse war, dass das Nasenbluten, welches oft eine halbe Stunde dauerte, immer kontrolliert einsetzte, wenn ich gerade in der Nähe eines Waschbeckens war und einmal unbemerkt am Parkplatz. Ich konnte mir das nicht erklären und dachte, das müssten dann doch reinigende Regelungen sein. Während den Vorträgen bekam ich kein Nasenbluten, so dass es gar nicht auffiel, worüber ich dankbar war, denn ich mag kein Aufsehen. Die „Freunde“ hätte es denke ich wenig beeindruckt. Wir erlebten einmal, wie während der Rosenheimtagung eine Dame bewusstlos zusammenklappte und am Boden lag. Man legte ihr was unter den Kopf und lies sie liegen. Herr Häusler sprach ruhig weiter. Er hatte so etwas schon öfter erlebt, auch als seine Mutter, Frau Grete Häusler, noch die Führung hatte. Das sind Regelungen und danach erhielt der Kranke dann seine Heilung, so die Erfahrung. Nur einmal habe ich erlebt, dass man eine Frau raustrug und „wahrscheinlich (hoffentlich)“ den Notarzt holte.

 

Ich erlebte aber auch immer wieder bei den „Freunden“, dass kaum echtes Mitgefühl und Barmherzigkeit vorhanden war (eher starker Egoismuss – jeder wollte seine Heilung) und dies auch nicht gelehrt wurde (es ist doch die Lehre Jesus Christus, die Bruno den Menschen wieder in Erinnerung bringen wollte und die beinhaltet die Tugenden von Jesus, der uns Vorbild war, zu studieren und zu praktizieren) und so haderte ich immer wieder mit mir selbst.

 

Auch wurde die Lehre Bruno Grönings von Grete Häusler verfälscht und manipuliert. Das Wort "Jesus Christus" wurde aus allen Vorträgen, die Bruno Gröning gehalten hatte, rausgelöscht, aus den Abschriften gestrichen. Alle Bilder von Bruno Gröning, auf denen er ein Kreuz um den Hals trut wurden retuschiert und das Kreuz wurde entfernt. Die Erklärung von Grete Häusler, die von den „Freunden“ immer wieder erzählt wird war, dass der Freundeskreis nun weltweit Mitglieder hat und religionsunabhängig ist und viele Menschen mit Jesus Christus ein Problem haben. Aus allen Büchern wurde das Wort Jesus entfernt. Originalvorträge von Bruno Gröning gab es so gut wie nie zu hören. Doch, nicht dass ich lüge, einmal bei einer Rosenheimtagung hatte ich einen kurzen Ausschnitt aus einem Originalvortag von Bruno Gröning gehört und einmal in einer Gemeinschaftsstunde. Das war am Anfang, wo ich eingetreten war, dann habe ich es nicht mehr erlebt. Die Gemeinschaftsleiter waren angehalten in jeder Gemeinschaft eine oder zwei Seiten aus einem Originalvortrag von Bruno Gröning vorzulesen. Was nicht sehr zielführend ist, wenn man alle drei Wochen fünf Minuten Vortag hört, wenn der Originalvortrag beispielsweise 90 Minuten dauert.

 

Der Ablauf, wie eine Gemeinschaftsstunde ablaufen soll, wurde von Herrn Dieter Häusler vorgegeben. Begrüßung und Abgeben aller Probleme, Musik, sehr lange Rede des Gemeinschaftsleiterr (die Gemeinschaftsleiter sind sehr unterschiedlich, viele erzählen einfach von ihren eignen Erlebnissen. Eine Gemeinschaftsleiterin war anders und brachte viel von der Lehre und auch den Zusammenhang zu Jesus), Musik, Vorlesen einer Heilung aus einen Schulungsheft (welches der Freundeskreis in regelmäßigen Abständen rausgibt und jedem Mitglied zusendendet) dann darf jeder seine mitgebrachte Bitte laut aussprechen und zum Ende gemeinsames Einstellen. Die Dauer ist zwischen zwei und drei Stunden. Das Wort Gemeinschaftstunde ist hier irreführend, es ist ein Monolog. Man ist auch nicht berechtigt Fragen zu stellen, vor der Gruppe.

 

Als ich in der Gemeringer Gemeinschaft war, wurde es ruhiger in mir und ich wurde überzeugter Freundeskreisler, weil es mir „immer so gut tat“, die Kraft in der Gemeinschaft aufzunehmen. Das „Einstellen und Bitten“ gehörte schon zum Alltag. Ich hinterfragte nicht mehr viel, was ich tat, überlies mein Leben Bruno und dem Freundeskreis und befand mich, rückblickend betrachtet, aus heutiger Sicht, in einer „Endlosschleife“. In 3 Jahren hatte ich keine persönliche Freundin aus dem Freundeskreis gewonnen. Was mich sehr verwunderte. Meiner Freundin ging es übrigens genauso. Man traf sich dort in den Stunden und zum gemeinsamen Flyer verteilen, das wars. Persönlich war niemand am anderen interessiert. Meines Erachtens kam das auch daher, weil man immer wieder hörte, dass man durch das Hören von üblen Geschehnissen und Krankheiten von anderen, selber Böses aufnehmen kann und gleich krank wird. Jeder hatte nur noch Angst, wenn irgendwo ein Radio lief und Nachrichten gesendet wurden und auch die schlechte Musik und die Erzählungen von anderen, dadurch holt man sich das Böse und dies erzeugte Angst und Isolation. Bei manchen Gemeinschaften war es dann so, wenn jemand alleine mit seinen Problemen nicht fertig wurde, konnte derjenige den Gemeinschaftsleiter anrufen, dann hat sich der für den anderen "eingestellt". Es gab auch eine Hilfsbedüftigenkette. Da war ich auch mal dabei. Es wurden per SMS Namen an einen geschickt und für die "stellte man sich ein" (man bat also Bruno Gröning um Hilfe). Damals hatte ich noch keine Ahnung, dass ich ständig das 1. Gebot verletzte. Anfangs waren das viele Namen, dann wurde gesagt, man soll sich nur noch melden, wenn es wichtig ist. Ich machte mit und probierte aus aber mit der Zeit stellte sich mir die Frage, was das bringen soll??? Ich hab bis heute keine Antwort darauf gefunden.

 

Ich besuchte die verschiedenen Gemeinschaftsstunden immer öfter und wartete auf die große Heilung. Lediglich wenn ich die Abicht erklärte auf eine Tagung zu fahren, dann scharrten sich die anderen schnell um mich und wollten mitgenommen werden. Man gab mir Benzingeld aber niemals war jemand da, der sagte, das nächste Mal kannst du bei mir mitfahren. Die meisten haben kein Auto. Ich machte das zweimal und fühlte mich echt ausgenützt. Ich kam in der Tagung an und die Insassen meines Autos strömten in alle Richtungen blitzschnell aus. Jeder hatte gleich einen "Freund" entdeckt. Schwupps waren alle weg. Ich saß allein und war auch in den Pausen allein. Ich hätte das nicht müssen, ich weiß, ich hätte von mir aus Anschluss suchen können, ich lies es aber geschehen. Am Ende der Tagung ware alle wieder bei meinem Auto. Wie das so geht, dachte ich. Ich durfte im Auto nicht meine Musik hören und vor allem keine Nachrichten. Die kommen vom Bösen und die "Freunde" im Auto rebellierten sofort. Ich sollte nur die 6 Stunden sicher heimfahren und alle gut heimbringen. Um meine Ruhe beim Fahren zu haben und nicht ständige Genörgel zu haben tat ich Ihnen den Gefallen und spielte Freundeskreis-Musik. Gemecker war überhaupt keine Seltenheit. Jeder hatte ein anderes Bedürfnis: zu kalt, zu warm, kein Radio, Bruno Gröning Musik, jetzt gleich anhalten, aufs Klo, während dem Fahren essen und trinken, Brösel ohne Ende und so weiter).

 

Trotzdem ging ich weiter zu den Gemeinschaftstreffen und teilte sogar zweimal Flyer mit aus. Das sind organisierte Treffen, wo jeder einen Stadtteilplan bekommt, um in diesem, ihm zugeteilten Bezirk, Bruno Gröning-Flyer auszuteilen. Es kommt trotzdem immer wieder vor, dass sich Bürger, die nicht zum Freundeskreis gehören, belästigt fühlen. Der Freundeskreis ist jedoch bemüht nicht zu belästigen. Jeder „Freund“ ist von dem überzeugt, dass das was im Freundeskreis getan wird sehr gut ist und zur Rettung der Seelen verhilft. So war das bei mir auch. Möglicherweise ist jedoch genau das Gegenteil der Fall und man hat "ein Brett vorm Kopf" und bleibt in einer „Endlosschleife“, auch nach dem Übergang/Tod, stecken und bleibt damit erdgebunden. Mir sagte mal jemand, das sind Seelenfänger. Darüber musste ich erst einmal lange nachdenken, bis ich es verstand.

 

In den Gemeinschaftstunden geht es viel um die geschehenen Heilungen. Die Freunde erzählen jede Kleinigkeit als übergroßes tolles Hilfe- und Heilungserlebnis. Zwischendurch gibt es auch wirklich gute Heilungen, die dann in den Heilungsberichten stehen, die jeder „Freund“ zugeschickt bekommt. Auch bekommt man noch Schulungsberichte zugeschickt und daraus wird dann in den Gemeinschaftsstunden vorgelesen. Es wird ausschließlich Musik von CD’s vom Freundeskreis abgespielt und am Büchertisch dürfen nur Bücher liegen, die „Freunde vom Freundeskreis“ geschrieben haben und im eigenen Verlag rausgebeben wurden. Einige Freunde werden dadurch richtig berühmt beim Freundeskreis und von den Freunden bewundert und bejubelt.

 

Nur am sogenannten „Fremdbüchertisch“, den man auf Tagungen findet, bekommt man ausgewählte und für gut befundene Bücher von anderen Verlagen angeboten. Und ausgerechnet bei meiner letzten Geseke-Schulungswoche bekam ich ein Buch von Pater Pio in die Hände, das für mich eine große Wende brachte. Ich kam über dieses Büchlein in Kontakt mit jemanden, der mir sagte, dass ich das erste Gebot missachte. Diese Aussage erinnerte mich an einem Mann, der mir schon vor einem Jahr sagte, dass wir die 10 Gebote befolgen müssen. Damals hörte ich wohl nicht richtig zu. Diesmal war es aber unmissverständlich und mein „innerer Vorhang“ ging auf und mir war mit einem Mal all das falsche Tun beim Freundeskreis klar.

 

Am Büchertisch habe auch ich unzählige Bruno-Bilder und Kalender erworben. Die in unserer Wohnung hingen und in meiner Tasche und in meinem Auto waren. Ein Bücherwart musste mit gutem Beispiel vorausgehen und sich alle Artikel irgendwann erspendet haben. Später, als mir Gott half aufzuwachen, kam so ein großes Schamgefühl gegenüber Gott in mir auf. Ich fuhr nach Hause und entfernte alle "Götzenbilder". Anschließend meldete ich mich beim Freundeskreis ab und verabschiedete mich kurz von den Gemeinschaftsleitern. Ich habe von niemanden je wieder etwas gehört. Nach einiger Zeit setzte Erleichterung bei mir ein und ich erkannte mich selbst. Ich neige zu Abhängigkeiten. Dies muss ich mir „hinter die Ohren“ schreiben, sonst passiert mir sowas wieder.

 

Mir ist nun klar, wir dürfen nur zu Gott bitten (auch nicht zu Jesus und Mutter-Gottes-Maria, auch nicht zu Erzengeln und sonstigen. Das sagte mir ein alter weiser Mann - ich selbst hatte es nicht erkannt. Als ich es jedoch hörte, war mir mein falsches Denken plötzlich klar. Ich hatte Gott nicht erkannt und nicht gefunden).

Auch ist mir heute klar, dass wir nicht permanent Gott um Hilfe bitten sollen, sondern selbständig werden sollen und unsere, von Gott gegebenen, Fähigkeiten entdecken und leben sollen. (Der weise Mann sagte mir auch: "was wir selber tun können, sollen wir tun. Die meisten Menschen betteln Gott nur an"). Den richtigen Beruf wählen sollen, wo wir diese Fähigkeiten einbringen können und dass wir glücklich und eigenständig leben sollen und nur im äußersten Notfall Gott um Hilfe bitten sollen und dann auch vertrauen dürfen auf Gottes Hilfe und keine Angst mehr haben sollen. (Ich arbeiten noch daran). Wir erhielten von Gott den freien Willen (den wir beim Freundeskreis freiwillig abgeben, ohne dass wir uns darüber bewusst sind) und die Schöpferkraft. Dies sollten wir so einsetzen, dass wir gute und selbständige Menschen werden, unser Bewusstsein erweitern, um irgendwann während des ewigen Lebens ein Mensch zu werden, der die von Gott geschaffene Eigenschaft und den damit verbundenen von Gott "gedachten" Nutzen erfüllt. Die Existenz unseres Lebens und unser Entwickeln zum guten Menschen hört nach Abgabe des materiellen Körpers und des Verbrauchens unserer Seele (die uns von Gott gegebene Lebensenergie) nicht auf. Unsere geistige Essenz besteht anschließend (nach dem Übergang in die geistige Existenz) weiter und unsere Ausbildung zum guten Menschen geht weiter. Dafür gibt es viele Möglichkeiten im unendlichen Universum. Das ewige Leben besteht nicht aus ständigem reinkarnieren auf dieser Erde, die für die Menschen (auch für mich) ihr Geburtsplanet ist.

 

Bruno Gröning war ein guter Mann, er hatte gute Absichten, eine gute Begabung und gute Fähigkeiten und wollte den Menschen helfen, die ihn letztendlich schon zu Lebzeiten versklavten und ihn anhimmelten  und sich an ihn klammerten und all seine gute Kraft aufsaugten. Ich denke, das tun die Menschen, die heute beim Grete-Häusler-Bruno-Gröning-Freundeskreis sind, immer noch.

 

Mein Fazit über meine Teilnahme beim Bruno-Gröning-Freundeskreis: es war eine lehrreiche Erfahrung. Nicht alles war gut erscheint, ist es auch. Ich hatte ich Glück, dort auch wieder rausgefunden zu haben, was nicht wirklich so einfach ist und mit jedem Jahr, des "freiwilligen" Dabeiseins schwerer wird, da eine unbewusste Verkettung und Abhängigkeit entsteht. Einer "Freundin" wurde geraten ihr Amt nicht abzugeben, da aus Erfahrung die "Bindung" nicht mehr so stark ist. Bleiben wir in einer Bindung stecken (das gilt für jede Bindung), können wir unser Bewusstsein nicht mehr frei erweitern, unser Wille ist nicht mehr frei und wir geben unsere Schöpferkraft an den oder das ab, an den oder das wir gebunden sind. Wir sind dann Sklaven.

 

Bei all unserem Tun und all unserem Beten sollten wir jedoch nie die 10 Gebote aus den Augen verlieren. Besonders das 1. Gebot. Wir dürfen nur Gott um Hilfe bitten und nur "ihn" anbeten, nicht Jesus, nicht Maria, nicht Padre Pio, nicht Bruno Gröning. Ich habe das auch mal falsch gemacht.

Und was wir selber tun können, müssen wir selbst tun. Nicht bei allem Gott um Hilfe bitten. Auch das hab ich eine Zeit lang, als ich beim Bruno-Gröning-Freundeskreis war, falsch gemacht und muss auch heute noch lernen viel weniger Angst zu haben und mehr Selbstvertrauen erlangen.