Seelenband
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Schulungswoche in Geseke 2016  geleitet von Ehepaar Häusler

Jedes Jahr nach Weihnachten findet in Geseke die Schulungswoche vom Bruno-Gröning-Freundeskreis unter der Leitung des Ehepaars Häusler vom 27.12. bis 01.01. statt. Zeitgleich findet in Zagreb und in Blaubeuren/Allgäu auch eine Schulungswoche vom Freundeskreis statt. Die drei Schulungswochen sind miteinander zu bestimmten Zeiten vernetzt (die Freunde in Zagreb und Blaubeuren können so zeitweise in Geseke, den Berichten Dieter Häuslers folgen). Es findet auch eine Direktübertragung der Schulungswoche Geseke für die Freunde zu Hause, welche nicht persönlich anwesend sein können, statt. So können die Freunde zu Hause über ihren PC (an bestinnten Zeiten - die Direktübertragung ist nicht durchgehend) an der Schulungswoche in Geseke teilnehmen. Ein Übersetzer-Team übersetzt simultan in viele Sprachen.

 

Karl und ich waren nun das 3. Mal dabei.

 

Die Schulungswoche nach Weihnachten (es gibt auch noch im Mai eine Schulungswoche und übers Jahr verteilt Tagungen und Helfertreffen) ist besonders wirkungsvoll, wie Karl und ich schon an vielen eigenen Erlebnissen erfahren durften. Ich selbst habe jedes Mal körperliche Veränderungen feststellen können.

 

Es kommen ca. 1.000 Menschen aus der ganzen Welt zusammen (oder mehr, wir wissen das nicht genau - 2014 waren es 1.200 -). Aufgeteilt in verschiedene Hallen/Bereiche (Erwachsene und Jugendliche/Kinder) in einem ehemaligen Schullandheim "Dicke Birken" finden die täglichen Tagungen statt. In "Dicke Birken" stehen auch ca. 600 Betten zur Übernachtung für die Freunde zur Verfügung. Wir übernachten immer extern. Hotels, Pensionen findet man in den umliegenden Ortschaften.

 

Der Ablauf der Schulungswoche ist in 3 Zeitzonen geteilt.

- von 9 Uhr bis 12 Uhr

- von 15 Uhr bis 18 Uhr und

- von 19.30 bis 22 Uhr

Zum Tagesbeginn wird ein gemeinsames Lied gesungen und es stellen sich die Freunde danach gemeinsam ein. "Einstellen" heißt, gemeinsam die Verbindung mit Gott aufnehmen und für sich selbst, die Familie, Freunde und andere und für die Erde um den göttlichen Schutz und die göttliche Führung zu bitten, sowie Gott für die Hilfen zu danken. Die Verbindung zu Gott geschieht hier über Bruno Gröning.

 

Am Vormittag spricht zuerst Herr Häusler. Hier wird unter anderem auch speziell auf die Lehre Bruno Grönings eingegangen. Es ist eine richtige Schulung, ein Unterricht, die/der von Herrn Häusler geleitet wird.

In der Schulungswoche geht es darum, den eigenen Glauben an Gott zu stärken, sich gedanklich auf das Gute und auf die Nächstenliebe einzustellen und das Gelernte im Alltag (zu Hause, im Beruf, in der Familie etc.) in die Tat umzusetzen. Es ist die Lehre Jesus Christus, welche Bruno Gröning den Menschen wieder in Erinnerung brachte. Bruno Grönings Worte: "ich lebe, damit die Menschheit wird weiterleben können".

 

Herr Häusler definierte den Zweck der Zusammenkunft der Freunde zur Schulungswoche sinngemäß so (wörtlich kann ich es nicht mehr wiedergeben): "wir kommen hier zusammen, um uns auszutauschen, die gute göttliche Kraft zu spüren und aufzunehmen/mitzunehmen und die Sorgen abzulegen. Wir treffen uns, um Schönes zu erzählen, nur die guten Erlebnisse sind hier von Bedeutung. In der Welt wird genau das Gegenteil gelebt. Die Medien berichten nur von schlechten Ereignissen, die Menschen erzählen sich nur ihre Notlagen, Missgeschicke und Sorgen, womit sie sich gegenseitig schwächen. Hier in der Schulungswoche werden nur die guten Erlebnisse berichtet, welche uns Kraft geben. Alle unsere Gedanken werden auf das Gute konzentriert und ausgerichtet, wodurch wir für den Alltag wieder gestärkt sind".

 

Jeder berichtet hier frei. Auch, die Menschen, die von Herrn Häusler aufgerufen werden (was niemand zuvor weiß, ob er aufgerufen wird) und die also zum ersten Mal vor so vielen Menschen sprechen. Auch das Ehepaar Häusler und die einzelnen Helfer, welche berichten, lesen niemals einen Text ab, sondern sprechen immer frei von der Seele weg. Noch nie habe ich erlebt, dass ein Berichterstatter dabei war, der gestockt hätte oder nichts zu erzählen wusste. Im Gegenteil, die Berichte sind jeweils unglaublich eindrucksvoll und wunderschön erzählt. Leise flüsternd hört man im Saal die einzelnen Übersetzer. Das sind Freunde, die ehrenamtlich den ganzen Tag in der jeweiligen Landessprache simultan übersetzen. Das ist so eindrucksvoll und erstaunlich, wie diese Leute die Konzentration erhalten, den ganzen Tag über laufend zu übersetzen und zeitgleich dem Berichterstatter zuzuhören.

 

Ich selbst merkte gleich zu Beginn die gute und wohltuende Energie, welche die ganze Woche über im Saal spürbar war. Ich war die ganze Woche innerlich so ruhig und so erfüllt, auch habe ich nachts einen so wohltuenden Schlaf erlebt, wie nirgens sonst. Am ersten Tag hatte ich die ganze Zeit einen sehr bitteren Geschmack im Mund und brauchte viel Wasser zu trinken. Am Nachmittag bemerkte ich, dass ich keinerlei Sodbrennen mehr hatte (von welchem ich schon monatelang geplagt war). Das hat zu Hause angehalten, ich kann wieder alles essen und bekomme absolut kein Sodbrennen mehr.

 

Im Anschluss an Herrn Häusler, spricht Frau Häusler und dann berichten verschiedene Freunde aus eigenen Erlebnissen (Hilfen und Heilungen) oder erzählen ihre jeweilige Geschichte, wie sie zum Freundeskreis "geführt" wurden. Auch berichten die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer vom Entstehen weiterer Gemeinschaften, von ihren jeweiligen ehrenamtlichen Aufgaben und auch von dem weltweiten Aufbau an Gemeinschaften, der Entwicklung des Freundeskreises.

 

Herr Häusler berichtete auch ausführlich über die Spendenkasse und dem Spendenzweck. Die Spenden werden ausschließlich für den Verein verwendet. Herr Häusler zählte die einzelnen Positionen auf.

 

Zwischendrin wird immer wieder von verschiedenen Freunden mit eigenen Instrumenten musiziert. Auch wird jeden Tag mit allen Freunden eine Stunde (von 17 Uhr bis 18 Uhr) ein gemeinsames Lied unter Leitung von Herrn Pesch einstudiert, welches dann am Ende der Schulungswoche gemeinsam gesungen wird. Hier kann man seine Singkünste ausbauen. Die Arbeit von Herrn Pesch ist richtig professionell und das gemeinsame Singen macht echt Spaß.

 

In den Pausen hat man die Gelegenheit in den zahlreichen Büchern (vom Freundeskreis im eigenen Verlag herausgebrachte Bücher oder aus fremden Verlagen herausgegebene aber vom Freundeskreis ausgewählte und für gut befundene Bücher) zu stöbern und Bücher mit einer (die Höhe nach eigenem Ermessen bestimmten) Spende zu erwerben.

Jedes Jahr sind auch zahlreiche Familien mit ihren Kindern dabei. Für die Kinder und Jugendliche gibt es während der Woche ein altergemäß gestaffeltes, reichhaltiges Programm zum Spielen, Sporteln und Basteln, welches von den Eltern gestaltet wird. Die Eltern welchseln sich mit der Kinder- und Jugendbetreunung ab, so dass alle auch die Gelegenheit haben, die Erwachsenentagung zu besuchen. Dieses Jahr wurde auch ein Nähkurs für die Kinder angeboten. Dazu wurde im Saal der Erwachsenen aufgerufen, wer mit der Nähmaschine gut umgehen kann, der möge sich im Anschluss im Jugendraum einfinden. So läuft es auch mit anderen Spiel- und Sportangeboten und mit dem Orchester-Gruppen. Die Freunde, welche in ihrer Freizeit musizieren, haben ihr Instrument dabei. Zu Beginn der Schulungswoche wird im Saal angefragt wer mit musizieren möchte. So entsteht jedes Jahr spontan eine/mehrere Orchester-Gruppen, die während der Schulungswoche immer wieder auftreten. Die Übungszeiten sind in den Pausen. Schon am zweiten Tag sind Auftritte und es hört sich jedes Mal und jedes Jahr so an, als würden die jeweiligen Orchester-Gruppen das ganze Jahr zusammen üben und musizieren. Auf die gleiche Weise entsteht der Chor, der mit verschiedenen Orchester-Gruppen die Krönung der Schulungswoche, den Silvesterabend bereichert.

Der Kampf gegen das Böse - wie sieht dieser in der Praxis, im Alltag aus?:

Es wurde immer wieder mal "der Kampf gegen das Böse" erwähnt, den jeder zu führen hat. Herr Häusler hat dazu verschiedene Beispiele angeführt und auch andere Freunde haben direkt oder indirekt darüber berichtet.

Mein gesammeltes Resümee aus dem Gehörten auf der Schulungswoche (diese Lehren umzusetzen, sind mein Vorhaben für 2017):

  • ich widersetze mich, schlechte Gedanken als meine anzunehmen und höre nicht auf diese,
  • ich höre nicht auf die negativen Gefühle/Gedanken, die im Alltag, in der Partnerschaft, gegenüber den Kindern oder Arbeitskollegen, Nachbarn etc. immer mal kommen wollen und bitte Gott um Hilfe, diese negativen Gefühle/Gedanken aufzulösen. Ich halte durch und bete innerlich, bis ich wieder ein positives Gefühl in mir habe. Ich bemühe mich, nicht durch die schlechten Gefühle/Gedanken dirigiert zu werden und halte die negativen Reaktionen vor meinen Mitmenschen zurück,
  • ich achte aufmerksam auf all meine Gedanken. Nur so kann ich erkennen, wenn sich destruktive Gedanken einschleichen. Oft sind diese nicht immer offensichtlich und zeigen sich in schlechter Laune, Bequemlichkeit, Lethargie etc., beispielsweise: "ach schon wieder so früh aufstehen und zur Arbeit gehen, wie schön wäre es jetzt noch im warmen Bett liegen zu können" oder "ich müsste den Haushalt machen, ich hab aber gar keine Lust, ach ich verschiebe es auf morgen" oder "jetzt fragt mich mein Partner schon zum dritten Mal dies, das habe ich ihm doch schon gesagt, hört er mir nicht zu?" Ich erinnere mich, dass ich in jeder Situation die Wahl habe mit Groll und Unverständnis oder mit Geduld und Güte zu reagieren. Ich bitte immer wieder Gott um ein gütiges und verzeihendes Herz gegenüber mir selbst und meinem Mitmenschen.
  • in anstrengenden Situationen lasse ich kein Selbstmitleid zu (welches mich nur schwächt) und jammere auch nicht an meine Mitmenschen hin (was sie ebenso schwächt). Dies ist echt eine Herausforderung für mich, die ich konsequent noch zu lernen habe. Stattdessen sammel ich meine innere Kraft und bete zu Gott um Hilfe, die Situation zu meistern. Disziplin mit Herzensgüte gepaart führt zu keiner Überforderung an sich selbst. Habe ich Gott fest in meinem Herzen, bin ich davor geschützt mich selbst zu überfordern duch zu viel Disziplin, was mir früher regelmäßig passiert ist,
  • ich glaube an Gott und vertraue auf seine Hilfe und auf meine eigene Schöpferkraft. Ich brauche vor nichts mehr Angst zu haben. In starkem Gottvertrauen gibt es keine Angst mehr, die hat hier automatisch keine Existenzmöglichkeit,
  • ich bitte um den göttlichen Schutz und weiß in der Tiefe meines Herzens, dass Gott mich schützt. Der beste Schutz ist ein reines Herz, welches nichts Böses sehen oder hören kann, ein reines Herz, welches in Allem automatisch das Gute erkennen kann, das Böse jedoch nicht wahrnehmen kann,
  • ich lasse mich nicht mehr abbringen an das Gute zu glauben. Ich glaube nicht zu 70 %, nicht zu 99 %, nein, zu 100 % an das gute Wirken Gottes. Ich nehme aufkommende Zweifel und zerstreuende Gedanken nicht mehr ernst und wenn mir dies doch passiert und ich dies dann merke, dann begebe ich mich erneut in meine Herzenskraft, zentriere mich und besinne mich. Anschließend löse ich mich von den behindernden und zerstreuenden Gedanken. Wo der Zweifel ist, kann kein Gottvertrauen existieren,
  • im Krankheitsfall begebe ich mich ins Gottvertrauen. Ich vertraue auch meinem behandelnden Arzt, dass er von Gott geführt ist und für mich die richtige Heilunterstützung auswählt. Ich vertraue meinen Selbstheilungskräften und mache mir nicht (wie früher) den Kopf, ob ich wohl gesund werde? Ich recherchiere nicht mehr stundenlang im Internet über die Krankheit und mache mir Angst und Sorgen, ob ich wohl wieder gesund werde? Ich laufe nicht mehr von einem Arzt zum anderen und zusätzlich noch zu Heilpraktikern. Ich gebe Ruhe und meinem Körper die Möglichkeit zu genesen. Ich horche in mich rein, was mir die Krankheit, was mir mein Körper mitteilen möchte (hab ich mich evtl. die letzte Zeit übernommen, als ich wiedermal meiner Arbeit und meiner Familie gerecht werden wollte, mir jedoch keinerlei Auszeit gönnte?). Ich mache das, was meinem Körper jetzt gut tut (evtl. ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft in wohltuender Natur, eine heiße Suppe, eine Selbstmassage mit wohlriechendem Körperöl zur Durchblutung etc.). Ich achte auf meine Gedanken, unterbinde Zweifel und negative Gedanken, welche den Heilungsprozess stören und welche mich von Gott trennen.