Seelenband
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Juni 2015

Meine Mutter ist seit Januar 2015 nach einer schweren Brustwirbeloperation nicht mehr geh-fähig. Außerdem hatte man noch Brustkrebs bei ihr festgestellt. Dieser ist schon so weit fortgeschritten, dass von Seiten der Ärzte keinerlei Therapie ihr mehr angeboten wurde. So wurde sie nun in einem Pflegeheim untergebracht. Laut Ärzten ist ihr Aufenthalt dort palliativ zu sehen.

Teilweise hadert sie sehr mit ihrem Schicksal und schimpft viel über das Pflegepersonal. Von Gott will sie nichts mehr wissen. Sie hat schon so oft vergebens gebetet, wie sie sagte.

Nun hatte ich mir für Samstag vorgenommen, meiner Mutter zur Kaffee und Kuchenzeit einen Käsekuchen von McDonald zu bringen, weil sie diesen so gerne hat. Ich hatte auch ihren Lieblingskaffee von Jakobs in löslicher Form und haltbare Kaffeessahne hergerichtet. Wir hatten so viel zu tun (einkaufen, Wäsche, kochen, Haushalt etc.), dass wir nicht auf die Zeit achteten und plötzlich war es 17.30 Uhr. Schnell sprangen wir ins Auto und fuhren los zum Pflegeheim. Auf dem mittleren Ring stellten wir fest, dass wir in der Eile an McD vorbeigefahren sind und nun keinen Käsekuchen haben.

Nun stellte ich mich sofort bei Bruno ein, dass uns auf dem Weg ins Pflegeheim ein Kaffee oder ein Konditor begegnet, der noch offen hat. Wir fahren immer nach Navi und in dem Teil Münchens, wo das Pflegeheim ist, kenne ich mich gar nicht aus. Außerdem wurde mir ganz bang. Es war bereits 17.40 Uhr, um 18 Uhr gab es im Pflegeheim Abendessen. Wenn meine Mutter bereits zu Abend gegessen hat, kann sie den Kuchen nicht mehr essen. Die Räumlichkeiten im Pflegeheim in der Küche sind begrenzt und so könnte ich ihr den Kuchen nicht einmal für den nächsten Tag kaltstellen lassen. So stellte ich mich wieder bei Bruno ein. Das er dies doch irgendwie regeln möge. Ich hatte selber einfach keine Idee, wie das nun noch gehen sollte.

Kurz vor dem Pflegeheim stehen wir an der Ampel einer großen Hauptstraße, mein Blick wandert nach links und ich sehe ein Kaffee und davor (echt direkt davor, in einem Teil Münchens, wo nie Parkplätze frei sind) ein Parkplatz. Wir dort hin, rein und einen Käsekuchen mit Mandarinen mitgenommen.

Um 18.10 Uhr war ich bei meiner Mutter im Zimmer. Sie war freudig überrascht, dass ich unangekündigt vorbei kam. Ich war erstaunt, dass keinerlei Geschirr rum stand und fragte sie, ob die Schwestern das Abendessengeschirr heute denn schon abgeräumt hätten. Meine Mutter sagte, dass das Abendessen noch gar nicht gekommen ist. So erzählte ich, dass ich Käsekuchen dabei hätte und den eigentlich zur Kuchenzeit bringen wollte, damit sie noch einen Kaffee dazu trinken könnte. Meiner Mutter waren die Zeit und der Kaffee wurscht. Sie wollte den Kuchen sehen. Sie sagte, sie würde den jetzt gleich noch vor dem Abendessen essen.

Bei jedem zweiten Bissen sagte sie: „das ist ja göttlich“. Sie genoss den Kuchen so sehr. Anschließend wunderten wir uns beide, dass das Abendessen immer noch nicht gebracht wurde. Meine Mutter sagte noch: „mir ist das heute egal, mir geht es heute so gut“.

Ich blieb bis 18.50 Uhr und kein Abendessen kam. Als ich am Gang draußen stand, wollte ich bei einer Schwester nachfragen, aber es war keinerlei Personal im Stockwerk zu sehen. So ging ich einen Stock tiefer. Auch dort fand ich niemanden. Das Essen war bereits wieder weggeräumt.

Es war noch nie vorgekommen, dass meine Mutter beim Frühstück, Mittag- oder Abendessen je vergessen wurde. An diesem Abend schon.

Hätte womöglich meine Mutter beides (Kuchen und Abendessen) gegessen, wäre es zu viel geworden. So dachte ich. Bruno hat das sicher optimal geführt. Ich war sprachlos und dankbar, dass ich meiner Mutter so eine Freude machen konnte und Bruno und Gott dies so gut eingerichtet hatten.

Als ich das nächste Mal bei meiner Mutter war, erfuhr ich von ihr, dass das Essen ca. gegen 19.30 Uhr kam. Eineinhalb Stunden später. Da hatte sie den Käsekuchen schon gut verdaut. 

 

Juli 2015

Mehrmals hatte ich mich schon für meine Mutter eingestellt. Ich hatte ihr ein Bild von Mutter Gottes Maria ins Pflegeheim gebracht. Früher hatte sie zu ihr eine Verbindung. Aber meine Mutter hat keine Kraft mehr an Gott zu glauben und hat gesagt, dass der Herrgott sie verlassen hätte. Auch hatte ich ihr einen Naturdruck in ihrem Zimmer im Pflegeheim aufgehängt. Komischerweise wurde sie kurze Zeit später in ein anderes Zimmer verlegt. Der Naturdruck ist verschwunden.

Seit zwei Wochen hat sich ihr Krebsgeschwür an der linken Brust drastisch vergrößert und ist aufgegangen. Es nässt die ganze Zeit. Letzte Woche traf ich meine Mutter sehr verzweifelt im Pflegeheim an. Sie klagte, dass sie hier raus möchte. Dass das Pflegepersonal (bis auf einen Pfleger und zwei Pflegerinnen) so böse zu ihr wären. Sie erzählen am Gang untereinander, dass sie Krebs hat und würden ihren Verband an der Brust nicht regelmäßig wechseln. Tatsächlich sah ich, dass ihr Nachthemd auf der linken Seite sehr großflächig mit gelber Flüssigkeit durchnässt war. Einen Besuch später sah es sogar noch viel schlimmer aus. Das Bett und Kopfkissen waren auch von der gelben Flüssigkeit, welche stark aus ihrem Krebsgeschwür austrat, durchnässt. Ich wusste jedoch, dass dieses Pflegeheim einen sehr guten Ruf hatte und meine Mutter oft über Menschen schimpft. Trotzdem kam mit der Gedanke, dass meine Mutter im Pflegeheim vernachlässigt wird. Am Dienstag Nachmittag bekam ich dann den Impuls mit einem kleinen Bruno-Bild zu einer Mutter zu fahren. Ich bat Bruno durch mich zu sprechen, weil ich nicht wusste, wie ich es anstellen sollte, dass meine Mutter dieses Bild annimmt. Ich saß eine Stunde am Bett meiner Mutter und hörte ihren Geschichten zu. Anfangs schimpfte sie böse über das Pflegepersonal, dann wurde sie ruhiger (ich stellte mich innerlich immer wieder für sie ein). Auf einmal war sie mit ihren Erzählungen in der Vergangenheit und hatte Freude mir davon zu erzählen. Lachte auch ab und an über die alten Geschichten. Bevor ich ging zog ich das Bild raus und gab es ihr. Sofort verzog sich ihr Gesicht negativ. Ich sagte ihr kurz wer Bruno war und sie meinte dann, dass sie an so was nicht glaube. Ich sagte zu ihr, sie brauche nicht daran glauben (ich hatte Bruno gebeten für sie zu glauben). Ich bat sie eindringlich darum das Bild am Abend vor dem Schlafen auf ihre kranke Brust zu legen. Ich bat sie auch darum auf das Bild sehr gut aufzupassen und sagte auch, es wäre sehr wertvoll. Es soll in keine anderen Hände kommen und sie möge es mir wieder zurückgeben. Sie willigte dann ein und so ging ich dann nach Hause.

Am nächsten Morgen hatte ich von meinem Bruder eine SMS erhalten, dass meine Mutter gestern Abend um 22 Uhr eine arterielle Blutung hatte. Es platzte eine Arterie an der linken Brust, im Krebsgeschwür und das Blut schoss fontänenartig aus ihr heraus. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Ich war ratlos. Ich verstand Bruno nicht. Ich rief meinen Bruder an, er erzählte mir, was ihm erzählt wurde. Es passierte um 22 Uhr (meine Mutter muss vorher wohl das Bild aufgelegt haben, fragte ich mich?). Aber warum war nun so etwas heftiges passiert? Mein Bruder berichtete, dass es ein großes Glück war, dass die Pflegerinnen so schnell kamen und obwohl sie erst gar nicht so recht wussten, was zu tun ist (dies erzählte mir später meine Mutter persönlich), ist alles gut gegangen und sie wurde in die Frauenklinik ums Eck gebracht (in dieser Klinik brachte meine Mutter mich und dann meinen Bruder auf die Welt). Ich besprach am Telefon noch mit meinem Bruder wie es im Haus von meiner Mutter weitergehen sollte. Es waren dort u. a. noch sehr viele Kleidungsstücke (von ihr nie getragen) und ich wollte gerne, dass diese in gute Hände gelangen, wo sie noch gut gebraucht werden könnten. Ich wollte sie nicht einfach Kleidersammlern überlassen, da ich schon viele unschöne Geschichten um dieses Thema gehört hatte. So rief ich meine Freundin an (sie war nicht da und so sprach ich auf ihren AB) und fragte, ob sie eine Einrichtung wisse, die diese Kleiderspende brauchen könnte. Dann überlegte ich wen ich noch anrufen könne und rief eine Freundin von einer Freundin an (diese Dame kannte ich gar nicht besonders gut und ich hatte sie noch nie angerufen). Ich erzählte ihr von den Kleiderspenden und dass die von meiner Mutter kämen, diese aber Krebs im Endstadium hätte ... sofort unterbrach mich die Freundin und sagte: "dann wäre es doch gut, wenn sie zu uns kommt". Ich fragte erstmal, wo "zu uns" wäre. So erzählte die Freundin, dass sie in einer Palliativstation als freie Therapeutin auf selbständiger Basis arbeite und dies eine wirklich gute und liebevoll orientierte Einrichtung war und zur Zeit ein Platz frei wäre. Dies besprach ich dann mit meinem Bruder und der war auch einverstanden, dass wir versuchen wollten sie dort unterzubringen. Im Nachhinein fragte ich mich dann am Abend warum ich diese Freundin angerufen hatte? Ich hatte selbst zu ihr keinen Kontakt, dieser lief immer über eine andere Freundin und war selten.

Ich selbst hatte 2 Tage zuvor eine geplatzte Ader unter meinem Kniegelenk. Es ging sehr schnell, das Blut schoss ins Gewebe ein. Bruno hatte jedoch sehr gut für mich gesorgt. Ich schnappte das Telefon und legte mich sofort hin und legte das Bein hoch. Ich hatte in meiner Ratlosigkeit Karl (mein Lebenspartner, der eine Stunde von mir weg in Augsburg wohnt) angerufen, den ich sehr oft nicht erreiche, da er selbstständig ist und gut zu tun hat. Es war 6 Uhr morgens und Karl steht üblicherweise erst später auf. Außerdem liegt sein Handy immer im Gang und nie im Schlafzimmer, so hört er meine Anrufe oft nicht (auch nicht nach langen läuten lassen) und ruft zurück, wenn er kann. Jedoch hatte ich ihn hier sofort erreicht. Er sagte, ich solle einen Druckverband anlegen. Zum Glück war gerade mein Sohn zu Hause, der ein Geschirrtuch in Streifen schnitt, verknotete und mir fest ums Knie wickelte. Schon 10 Minuten später war mein Knie gut verpackt. Ich legte das Bein mit Kühlpacks hoch und ein Bruno Bild unter mein Knie. So schlief ich ein und als ich 5 Stunden später erwachte war die golfballgroße Ausbuchtung – es hatte stark ins Gewebe geblutet – nicht mehr zu sehen. Jedoch hatte sich ein riesiger blauer Fleck gebildet, was ja klar ist, bei dem vielen Blut, welches einblutete. Ich machte mir jedoch keine Sorgen sondern vertraute auf Gott und Bruno und stellte mich weiter ein, dass alles gut wird.

So war ich also in der Zeit, als meine Mutter ins Krankenhaus kam nicht in der Arbeit und fuhr am Mittwoch sofort rein, als ich das Telefonat mit meinem Bruder beendet hatte, in welchem er mir das Geschehen am Dienstag Abend schilderte. Als erstes bemerkte ich, dass meine Mutter in einem Zimmer untergebracht war, wo an der Wandseite, an der ihr Bett stand, ein Kreuz hing. Ich war schon mal beruhigt und dachte, Bruno hat sie gut untergebracht. Das Gespräch mit den Ärzten ergab, dass man das Krebsgeschwür palliativ operieren sollte. Im Pflegeheim und auch in der Klinik zuvor wurde das von dem betreuenden Arzt abgelehnt, da dies nichts mehr bringen würde, weil der Krebs sich über den ganzen Körper bereits ausgebreitet hatte und außerdem traute sich kein Arzt bisher daran, weil die Befürchtung bestand, dass zu wenig gute Haut vorhanden wäre, um die operierte Wunde wieder schließen zu können. Jedoch war das Krebsgeschwür eines, was zu sehr starkem Wachstum neigt und meiner Mutter ging es sonst noch sehr gut. Es ist nicht ersichtlich, dass sie bald sterben würde und eine Operation wäre eine Verbesserung der Lebenssituation meiner Mutter, so sagte nun dieser Arzt. Und obwohl das Geschwür schon wieder größer wurde, trauten sich die Ärzte in diesem Krankenhaus meine Mutter zu operieren. Mein Bruder, ich und meine Mutter besprachen dies mit den Ärzten. Meine Mutter willigte mutig in die Operation ein.

Gesagt getan. Am nächsten Tag (Donnerstag) gleich um 7 Uhr morgens (sie war die erste im OP) wurde meine Mutter operiert. Es war eine stundenlange und schwere Operation. Obwohl meine Mutter seit Januar nur noch liegen kann und der Krebs im ganzen Körper ausgebreitet ist, hat sie die Operation bestens überstanden. Am Freitag (einen Tag nach der OP) besuchte ich sie mittags und half ihr beim Mittagessen, was sie mit Appetit gegessen hatte. Jedoch schimpfte sie schwer über die Krankenschwestern. Ich lies sie erzählen und merkte nach einiger Zeit, dass es wohl daran lag, weil sie nicht wollte, dass man ständig erwähnte, dass sie Krebs hat. Sie hatte viele Wutenergien in sich (und das eigentlich schon so lange ich in ihrem Leben war. Wir hatten keine einfache Mutter-Tochter-Beziehung).

Als ich sie das nächste Mal besuchte war sie in einem Einzelzimmer untergebracht mit direktem Blick auf einem Park und gleich vor ihrem Fenster in ihrem Blickfeld war ein wundervoll blühender Magnolienbaum. Unglaublich schön. Ich suchte gleich die Wände ab und entdeckte auch in diesem Zimmer ein Kreuz an der Wand. Meine Mutter hatte laut ihrer Versicherung kein Recht auf ein Einzelzimmer. Dies wurde ihr kostenfrei vom Chefarzt zur Verfügung gestellt. Und hier durfte sie eine ganze Woche drin bleiben. Ich war sprachlos. Im Jahre 2011 war mein Vater ein ganzes Jahr in sehr vielen verschiedenen Krankenhäusern. So etwas derartig zuvorkommendes hatte ich nicht erlebt. Auch habe ich nie in meinem Leben von Bekannten von solchem Entgegenkommen einer Klinik gehört.

Nun geht es weiter. Die Ärzte verstanden nicht, warum meine Mutter nicht mehr gehen kann. Sie ist ja erst 76 Jahre und hätte trotz der Brustwirbel-Operation wieder mobilisiert werden können. So meinten sie. Im Pflegeheim bekam sie keine Physiotherapie, da das nichts mehr bringen würde. So wurde es uns dies von der Pflegeheimleitung erklärt. Nach dem Ärztegespräch sprach ich dann gleich noch mit der Sozialbetreuerin und Casa-Managerin der Frauenklinik. Vom ersten Blick an, hatte ich ein Gefühl alles was ich zu dieser Frau sage, wird sofort verstanden und so erzählte ich ihr, dass ich eine Freundin in einer Palliativstation habe, die dort Therapeutin ist und ich gerne möchte, dass meine Mutter dort hin kommt, wenn sie aus diesem Krankenhaus entlassen wird. Die Sozialbetreuerin war ganz offen für meinen Vorschlag. Das verwunderte mich sehr, denn als mein Vater ein ganzes Jahr im Sterben lag, wurde es nicht einmal genehmigt, trotz Bemühungen von meinem Bruder und mir, ihn palliativ unter zu bringen. Diese Einrichtungen sind sehr teuer und werden zum Teil von der Krankenkasse bezahlt und zum Teil durch Spenden, wogegen ein Pflegeheim von den Angehörigen bezahlt werden muss.

Ich hatte ein gutes Gefühl, dass meine Mutter in dieses Krankenhaus kam und verstehe nun Bruno, warum es eine Schocksituation geben musste. Ohne, dass das Platzen der Arterie, hätte meine Mutter nicht aus diesem Pflegeheim entlassen werden können. Mein Bruder und ich hatten die Situation dort falsch eingeschätzt. Wir hatten auf die Schimpfparolen meiner Mutter nicht so viel gegeben, weil wir sie beide oft schimpfend in der Vergangenheit erlebt hatten.

Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass meine Mutter in diesem Pflegeheim ihrem Gesundheitszustand entsprechend schlecht behandelt worden war. Ich möchte niemanden etwas unterstellen. Es wird wohl so gewesen sein, dass das Personal und die Heimleitung die Situation meiner Mutter falsch eingeschätzt hatten. Sie dachten sicher, meine Mutter würde aufgrund der schweren Krebserkrankung nicht mehr lange leben und somit wären alle zusätzlichen Maßnahmen nicht mehr von Nöten.

Obwohl meine Mutter so viel mitgemacht hatte. Das Platzen der Arterie, mehrere Bluttransfusionen, Untersuchungen, röntgen etc, 1 Tage darauf Tumoroperation, wieder einige Bluttransfusionen (also ohne göttlichen Schutz geht soetwas nicht). Trotzdem sagte sie einen Tag nach der Operation, dass sie so froh ist, aus diesem Pflegeheim rausgekommen zu sein. Und dann sah sie mich an (ich hielt gerade ihre Hand) und sagte: „und das Bild, dass Du mir gegeben hast und ich auf die Brust legen sollte hat auch geholfen“. Und das aus dem Mund meiner Mutter, die den Glauben an Gott verloren hatte.

Meine Dankbarkeit gegenüber Gott und Bruno ist unermesslich.

Nun ist alles unter Brunos Führung und Gott wirkt für meine Mutter. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. In einer Woche soll meine Mutter entlassen werden. Das Pflegeheim, wo sie war, haben wir gleich gekündigt. Nun muss ein guter Platz für sie gefunden werden. Ich stelle mich weiter ein.

Und Bruno hat einen guten Platz für sie gefunden. Die Palliativ-Station, wo meine Freundin arbeitet. Ich habe mich so gefreut, dass meine Gebete erhört wurden. Dies ist wirklich keine Selbstverständlichkeit. Für meinen Vater hatten die Ärzte 11 Monate keiner palliativen Unterbringung zugestimmt, da dies sehr teuer ist. Ich weiß, dass dies jetzt Gott zu verdanken ist und Bruno. Jedoch war hier die göttliche Führung auch wieder phänomenal. Zu dem Zeitpunkt, als das Krankenhaus in der Palliativ-Station anrief war ein Platz frei. Meine Mutter war jedoch zwei Wochen in der Klinik und es wurde vor der Verlegung in die Palliativ NICHT mehr angefragt, ob noch ein Platz frei war. Meine Mutter wurde mit dem Krankenwagen einfach überführt. Prompt war die Palliativ-Station voll aber aus Rücksicht auf meine Mutter wurde ein Platz geschaffen. Sie kam zu einer anderen Patientin rein. Die Zimmer sind nicht für 2 Personen eingerichtet. Meine Mutter hat nur den Platz, der ihr Bett braucht und daneben einen Beistellwagen, dann kommt ein Vorhang. Sie kann nicht aus dem Fenster sehen und die Patientin, welche ihr Zimmer für meine Mutter geteilt hat, braucht ständige Pflege. So geht ständig die Tür auf und Schwestern gehen rein und raus. Es ist keinerlei Ruhe in diesem Zimmer und trotz all dem ist meine Mutter "glücklich", so waren ihre Worte. Dort kommt ein Geistlicher und betet mit ihr und sie bekommt Atemtherapie von meiner Freundin.  Meine Mutter sagte, es geht ihr jeden Tag ein Stück besser und erzählte sehr erfreut, dass sie am 2. Tag ohne Hilfsmittel Stuhlgang hatte. (Dies war eine Reinigung und die Menge war nicht unerheblich). Sie hat nun wieder den absoluten Willen Laufen zu können und ihr Wunsch wieder nach Hause zu kommen ist wieder aktuell.

Ich bin gespannt, was die göttliche Führung noch für meine Mutter bereit hält. Es ist für mich so eine Freude, dass seit dem Auflegen des Brunobildes meine Mutter in Gottes Händen bleibt. Die Hilfe Brunos war kein einmaliger Akt. Meine Mutter steht nun unter seinem Schutz, so kann ich es wahrnehmen.

R.I.P                                                                                                              01/2016